Die Nachkriegszeit
1945 hatte die Siedlung 110 Einwohner. Der Neubeginn war schwer. Es gab kaum Ersparnisse und vor allem die Beschaffung von Essbaren bestimmte den Alltag. Glücklicherweise hatte jeder sein Grundstück, um mit Beginn des Sommers selbst Gemüse und Obst zu ernten. Die eigene Kleintierhaltung verbesserte die Lage erheblich. Viele Siedler halfen auch bei Bauern und erhielten als Ausgleich Essbares.
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Der Bau einer zentralen Abwasserleitung
Heute gehören Bad, Dusche und WC zur Grundausstattung jeder Wohnung. Kaum jemand macht sich Gedanken darüber, wie die Abwässer aus Küche, Toilette oder Waschmaschine das Haus verlassen und was mit ihnen geschieht. Das war noch vor wenigen Jahrzehnten ganz anders.
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Der Bau einer zentralen Trinkwasserleitung
Nachdem 1987 die zentrale Abwasserleitung fertiggestellt und die Siedlungsstraße einigermaßen saniert war, konnte es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sie erneut aufgerissen werden musste. Und genau so kam es auch. Die Planwirtschaft sorgte dafür, dass kaum ein Jahr vergehen sollte, als aus einem wie auch immer benannten Fördertopf Mittel für den Bau einer Trinwasserleitung bereitgestellt wurden. Natürlich nicht durchgeplant. Erstmal nur für das Material.
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Das Kabelfernsehen kommt auf die Siedlung
Die Friedersdorfer Siedlung liegt in der Nähe von Dresden. Funktechnisch gut abgeschirmt war es nur bei bestem Funkwetter möglich "Westfernsehen" zu empfangen. Wir lebten also im "Tal der Ahnungslosen". Mit abenteuerlichen Antennenkonstruktionen wurde versucht, ARD oder ZDF vom Berliner Funkturm zu empfangen. Mehr als ein vergriestes Schwarzweißbild war selten zu bekommen.
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Kommunale Mitbestimmung
Die Friedersdorfer Siedlung liegt bekanntlich etwas abseits der Ortszentren von Pulsnitz, Friedersdorf oder Oberlichtenau. Dennoch konnte man ihre Einwohnerzahl nicht so einfach vernachlässigen. Das sollte sich auch in den kommunalen Vertretungen zeigen.
Die Friedersdorfer Siedlung gehörte seit Beginn ihres Bestehens zum Ort Friedersdorf, obwohl die Pulsnitzer Siedlungsgebiete näher lagen. Die Ortsgrenze zwischen Pulsnitz und Friedersdorf verläuft ohnehin etwas eigenartig, besonders der Teil an der Kamenzer Straße.
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Die Siedlung bekommt mehr Energie
Gegenüber der Siedlungseinfahrt steht seit Mitte der 80er Jahre eine kleine Umspannstation. Aus Kamenz oder ersatzweise auch aus Großröhrsdorf wird sie wie viele andere solcher Trafohäuschen mit Mittelspannung (20 kV) versorgt. Ein großer Transformator wandelt diese Spannung auf die uns bekannten 230/400 V um.
Im Mai 2026 begannen rund um das Trafohäuschen und entlang der S95 nach Weißbach umfangreiche Bauarbeiten. Aus Gesprächen mit den Bauleuten war zu erfahren, dass aufgrund von mehrfachen Kabelschäden in der Zuleitung das komplette Mittelspannungskabel zwischen Weißbach und Pulsnitz erneuert werden muss. Das über 40 Jahre alte wird gegen ein neues 20 kV-Erdkabel ausgetauscht. In diesem Zuge geht auch unser altes Trafohäuschen „in Rente“ und wird abgerissen.. Ein wesentlich kleineres übernimmt seit dem 04.08.2026 seine Aufgaben. Es versorgt nicht nur unsere Siedlung, sondern aus den "Dynamo-Verteiler" über ein langes Erdkabel auch die Kleingartenanlage "An der Eichert" und die Wochenendgrundstücke bis zur AGIP-Tankstelle mit Elektroenergie.
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Sachsen-Netze als Netzbetreiber ersetzt aber nicht einfach die Anlagen, sondern macht sie leistungsfähiger und sicherer. So wird die bisherige Freileitung, die schräg über die Straße die beiden direkt an der S95 liegenden Steinaer Grundstücke versorgt, durch ein Erdkabel ersetzt. Auch die Zuleitung zum Freileitungsmast bekommt einen größeren Leitungsquerschnitt spendiert. Die Versorgung der Siedlung als Ganzes bleibt jedoch als Freileitung unverändert erhalten. Der neue Transformator hat eine Leistung von 400 kVA, was für die nächsten Jahre reichen sollte.
(AG, 11.08.2026)
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